ASIATISCHE LITERATUR – Mai 2013
PALÄSTINA: „Während die Welt schlief“ von Susan Abulhawa: 1948: Israel wird gegründet. Die Festlichkeiten sind kaum vorbei und schon erobern israelische Truppen weite palästinensische Landstriche. Familien werden vertrieben, misshandelt, getötet - mittendrin Dahlia, zunächst mit Mann und Kind, bis der nicht einmal ein Jahr alte Sohn gestohlen wird. Ein israelischer Soldat wird ihn mit seiner Frau als David großziehen... MEHR
CHINA: „Hotel Empire Hongkong“ von John Lanchester: Hongkong vor 60 Jahren: Der junge Brite Tom lernt auf der Schiffsüberfahrt die Nonne Maria kennen. Als Konsequenz einer Wette bringt diese ihm Kontonesisch bei. Einmal in Asien angekommen, führen ihre Wege zunächst auseinander, doch die Angst um Maria bei Ausbruch des japanisch-chinesischen Krieges lässt Tom Maria suchen - die Zusammenkunft soll nicht von Dauer bleiben... MEHR
TAIWAN: „Die Spinne, das Silberfischchen und ich“ von Yang Mu: Der taiwanesische Autor Yang Mu blickt zurück: auf früheste Kindheitserinnerungen, den dörflichen Wandel in seiner alten Heimat und den Beginn in einer für ihn neuen Wel - der westlichen, als er zum Studieren in die USA kam. In Prosaform lässt er den Leser an Gedankengänge, verbunden mit Biografischem, teilhaben. MEHR
INDIEN: „Genie ist relativ“ von Manu Joseph: Vorstandssekretär Ayyan will für seinen Sohn einen sozialen Aufstieg erreichen - schwierig, auf legalem und legitimen Weg gar unmöglich in Indien. Mit einigen Tricks gelingt es, den Jungen als Genie darzustellen. Auch Ayyans Chefs sind beeindruckt, wenn auch etwas abgelenkt, da es doch tatsächlich eine Frau in ihre sonst so geschützten Reihen geschafft hat... MEHR
NORDKOREA: „Die Kinogänger von Chongjin“ von Barbara Demick: Die nordkoreanische Arbeiterin Mrs. Song ist regimetreu, bis das Essen immer knapper wird und sowohl Mann als auch Sohn den Hungertod sterben. Auch der Lehrer Jung-san ist zunächst wenig kritisch. Das ohnmächtige Zusehen, wie seine Schüler langsam verhungern, ändert ihn. Die Autorin gibt Einblicke in Familien, denen zum Teil die Flucht aus dem Elend gelang. MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – April 2013
PAKISTAN: „Alice Bhattis Himmelfahrt“ von Mohammed Hanif: „Ein guter Ehemann ist das beste Heilmittel gegen Albträume. Weil du dann mit deinem Albtraum schläfst“, warnt Alice's einziger Vertrauter sie vor ihrer Hochzeit. In der Tat verheißt der Auserwählte, ein Schlägertyp für inoffizielle Polizeiarbeit, nichts Gutes - und bleibt Alice, einer engagierten Krankenschwester, Gutes im Leben weiterhin verwehrt im Land der Männerdominanz? MEHR
SÜDKOREA: „Als Mutter verschwand“ von Kyung-Sook Shin: Seoul 2007: Ein Rentnerehepaar will seine Kinder besuchen, und plötzlich geht die Frau in der U-Bahn verloren. Trotz Suchens und Vermisstenanzeige können der Ehemann, die Kinder und Schwiegerkinder die 69-Jährige nicht finden. Erst jetzt wird jedem bewusst, wie wenig jeder für die Frau, die immer gab und nichts forderte, tat. MEHR
JAPAN: „Verdächtige Geliebte“ von Keigo Higashino: Gibt es das perfekte Alibi? Ishigami, Mathematikgenie mit einer Vorliebe zu Simulationen, versucht es für seine Nachbarin, die ihren gewalttätigen Exmann im Affekt tötete, zu schaffen. Es sollte doch gelungen, so war dem Mathematiker nur ein Physikprofessor an der Uni ebenbürtig. Doch eben dieser mit Namen Yasuko unterstützt den ermittelnden Kommissar... MEHR
VIETNAM: „Schwarze Schiffe“ von Nora Luttmer: Eine übel zugerichtete Frauenleiche wird ans Ufer eines Sees gespült. Kommissar Ly hat es in seinem Land Vietnam schwer, Unterstützung für seine Ermittlungen zu finden, und es wird schlimmer: Bald folgt der Leichnam eines Mannes, und die Schwester des weiblichen Opfers ist spurlos verschwunden. Ly führt die Spur zu den äußerst verschwiegenen Nomaden des Flusses... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Februar/März 2013
KINDERBUCH
JAPAN: „Mir ist so heiß!“ von Mako Taruishi: Der Pinguin schwitzt. Immer wieder sieht er Schatten, immer wieder sind es Leidensgenossen. Gemeinsam machen die Tiere sich weiter auf die Suche nach Abkühlung und werden schließlich fündig. So wunderschön erstrahlt das abkühlende blau-türkisfarbene Meer... MEHR
LITERATUR
ISRAEL: „Der Panther im Keller“ von Amos Oz: Israel 1947 während der englischen Besatzungszeit: Profus vergisst eines Tages die Ausgangssperre. Anstatt ihn zu bestrafen, bringt ihn ein britischer Sergeant nach Hause. Mehr noch: Beide beginnen sich in der jeweils anderen Sprache zu unterrichten. Ein Verrat, finden Profus' Freunde. Die für den Jungen so wichtige Ordnung im Leben gerät ins Wanken... MEHR
INDIEN: „Geheime Tochter“ von Shilpi Somaya Gowda: 1984 in einem Dorf in Indien: Zum zweiten Mal gebärt eine junge Frau ein Mädchen - das zum Tode verdammte Geschlecht mit dem eigenen Vater als Henker. Doch dieses Mal möchte die Mutter das Leben ihrer Tochter retten. Sie flieht nach Mumbai - ihr Ziel: ein Waisenhaus. 20 Jahre später ist eine indischstämmige Amerikanerin auf der Suche nach ihren Wurzeln... MEHR
JAPAN: „Fly, Daddy, Fly“ von Kazuki Kaneshiro: Der Buchhalter Hajme würde alles tun, um seine Frau und Tochter zu beschützen. Doch nach einem brutalen Überfall muss er einsehen, dass seine Kräfte und Mittel beschränkt sind. Weil der Täter keinerlei Konsequenzen zu befürchten hat, will Hajme sich rächen. Mit Hilfe einer Gruppe Jugendlicher wird der 47-Jährige für das große Duell fit gemacht... MEHR
JAPAN: „Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt“ von Haruki Murakami: Zwei ineinander verwobene Geschichten bietet der Roman: Der Protagonist in Hard-boiled Wonderland ist eine menschliche BlackBox: Sämtliche Daten werden gespeichert, aber auch Vergnügungen lässt sich der Mann nicht entgehen. In Das Ende der Welt sind diese dafür ausgestorben. Jeder vegetiert dahin, niemand hat mehr eine Seele... MEHR
CHINA: „Der Totenleser“ von Antonio Garrido: China im 13. Jahrhundert: Ci spürt keinen physischen Schmerz, dafür den seelischen umso mehr. Von vielen Mitmenschen wird er malträtiert, seine Eltern kommen ums Leben, sein Bruder landet im Gefängnis und seine Schwester ist schwerkrank. Den Tod stets vor Augen nutzt Ci eine besondere Gabe, um zu überleben: Die Kunst des Lesens von Todesursachen. Nicht jedem gefällt Cis Gabe... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Januar 2013
AFGHANISTAN: „Das Kabul-Komplott“ von Cédric Bannel: Ein einflussreicher Geschäftsmann stirbt bei einem Selbstmordanschlag in Kabul. Galt der Anschlag ihm? Kommissar Kandar ermittelt. Je mehr er herausfindet, desto mehr versucht sein eigener Boss, der Innenminister persönlich, seine Arbeit zu behindern. Zeitgleich recherchiert ein Schweizer Analyst bezüglich einer Akte, der tödlichen Akte Mandrake, wie sich zeigen wird... MEHR
VIETNAM: „Die kleine Souvenirverkäuferin“ von François Lelord: Der Arzt Julien kommt nach Hanoi, um für die Botschaft zu arbeiten. Schnell löst die Anmut einer Souvenirverkäuferin Liebesgefühle bei ihm aus. Doch seine Empfindungen rücken bald in den Hintergrund: Ein rätselhaftes Virus befällt zahlreiche Menschen. Steht eine Epidemie bevor? Was ist die Ursache? Julien sucht Antworten. MEHR
JAPAN: „GO!“ von Kazuki Kaneshiro: Sugihara ist ein Zainichi - ein Koreaner in Japan, Mitglied einer Minderheit. Täglich ist er Diskriminierungen ausgesetzt, doch Sugihara, Sohn eines Boxtrainers, wehrt sich. Sein Kampf macht einsam. Unterstützung findet er nur von seinem besten Freund und bald von Sakurai, seiner ersten großen Liebe. Sie ist Japanerin... MEHR
MYANMAR: „Herzenstimmen“ von Jan-Philipp Sendker: Zehn Jahre ist es her, dass die New Yorker Anwältin Julia Win auf der Suche nach ihrem verschwundenen Vater ihren Bruder in Burma gefunden hat. Damals versprach sie U Ba, ihn wieder zu besuchen: lange Zeit ein leeres Versprechen, bis eine Stimme sie um ihren Verstand zu bringen scheint. Eine Frauenstimme spricht ständig in ihrem Kopf zu ihr. In Burma angekommen, folgen Bruder und Schwester der inneren Stimme und erfahren Schreckliches... MEHR
CHINA: „Im Zeichen des Mondfests“ von Barbara Laban (Kinderbuch): Sienna ist stets alleine. Ihr einziger Freund ist Rufus, ein unsichtbarer Hund. Siennas Papa arbeitet nur, die Mama ist vor vier Monaten verschwunden, und davor hatte sie sich zuletzt aus China gemeldet. Als der Vater der Arbeit wegen mit Sienna ins Reich der Mitte umziehen muss, kommt das einsame Kind plötzlich ihrer Mutter näher. Und auf ihrem Weg ist Sienna nicht mehr allein... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Dezember 2012
KINDERBÜCHER
JAPAN: „999 Froschgeschwister ziehen um“ von Ken Kimura: Mama und Papa Frosch haben 999 Kinder. Da wird es eng im Teich. Darum muss eine neue Heimat her. Doch der Umzug bringt Gefahren mit sich, insbesondere aus der Luft droht Unheil: Ein hungriger Falke schnappt sich Papa Frosch, aber die Großfamilie hält im wahrsten zu Sinne des Wortes zusammen... MEHR
JAPAN: „Das Geschenk“ von Chihiro Nakagawa und Junji Koyose: Der Weihnachtsmann ist unter Druck: Die Geschenke müssen ausgeliefert werden. Gut, dass er viele Wichtel als fleißige Helfer hat, und diese bedienen sich zahlreicher farbenfroher Maschinen - ein Genuss fürs Kinder- und Elternauge. MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – November/Dezember 2012:
ROMANE
IRAN: „Tag der Ankunft“ von Anne Tyler: Die Donaldsons sind eine typisch amerikanische Familie. Die Yazdans wandern 1997 aus dem Iran in die USA ein. Beide Familien heißen ein Adoptivkind in ihren Reihen willkommen. Beide Familien begegnen sich. Beide Familien schätzen ihre jeweilige Kultur. Doch statt Konflikten entwickelt sich eine innige Freundschaft... MEHR
SÜDKOREA: „Ein seltsamer Verein“ von Kim Young-Ha: In einzelnen Erzählungen fokussiert sich Kim Young-Ha auf Individuen, ihre Gedanken, Skurrilitäten. In "Der Pager" kommt der männliche Protagonist ins Grübeln, ob er vielleicht eine gestörte Einstellung zu Beziehungen hat, als er einer Dame seinen Pager zusteckt. Einen Mörder und einen Polizisten beschäftigen dagegen ganz andere Überlegungen... MEHR
ISRAEL: „Wir haben noch das ganze Leben“ von Eshkol Nevo: Vier Freunde aus Jugendtagen, alle aus der israelischen Hafenstadt Haifa stammend, schreiben sich ihre Lebensziele für die nächsten vier Jahre beim WM-Finale 1998 auf Zettelchen. Beim nächsten WM-Endspiel, dann werden sie 32 Jahre alt sein, wollen sie diese öffnen. Noch ahnen sie nicht, welche Kapriolen ihnen bevorstehen... MEHR
PHILIPPINEN: „Die Erleuchteten“ von Miguel Syjuco: Der Mentor des Protagonisten Miguel Syjuco, gleichnamig wie der Autor des Buches, stirbt. Die Leiche taucht im New Yorker Hudson River auf. Syjuco forscht nach: Was ist passiert? War es ein Unfall, Mord oder Selbstmord? Handlung und Hintergrundsinformationen verschwimmen. MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Oktober 2012
LIBANON: „Rubas Geheimnis“ von Nathalie Abi-Ezzi: Die achtjährige Ruba kann die Veränderungen in ihrem Umfeld nur schwer begreifen. Erst glaubt sie, die "Hexe" vom Dorfrand sei schuld. Doch dann begreift Ruba, dass es viel schlimmer ist: Ihr Land befindet sich im Bürgerkrieg. Alle suchen Schutz, doch am meisten brauchen diesen die Hexe - die keine ist - und deren Enkelin. Kann das Mädchen den beiden Schutzlosen helfen? MEHR
VIETNAM: „Heimat ist ein fremdes Land“ von Bruni Prasske und Nguyen Phong Dien: Eine wahre Geschichte: Durch den Krieg wurde Nguyen Phong Dien als Junge querschnittsgelähmt. Nur die Behandlung in Deutschland rettete ihm und anderen das Leben. Doch dann wollte "sein" Land Vietnam die Kinder zurück, und Nguyen fand sich in der ihm fremd gewordenen Heimat wieder - als Außenseiter aufgrund seiner Behinderung... MEHR
ISRAEL: „Samir und Jonathan“ von Daniella Carmi: Samir muss ins Krankenhaus - schwere Knieverletzung, aber nicht wegen eines israelischen Angriffs: Der palästinensische Junge ist mit dem Fahrrad gestürzt. Zu allem Überfluss soll er auch noch in einem jüdischen Krankenhaus behandelt werden, und das, wo sein Bruder doch bei Angriffen starb. Immer mehr kommt Samir ins Staunen - wie liebevoll sich alle auch um ihn kümmern... MEHR
LIBANON: „Die Vogelscheuche“ von Haidar Safa: Die Terroranschläge vom 11. September verschrecken Adam endgültig. Der 43-Jährige baut sich seine eigene Vogelscheuche und sieht in ihr einen Menschenersatz. Den Kontakt zu realen Figuren hat er verloren. Sein Nachbar, der Psychologie-Doktorand Georg, will ihm helfen. Als Adam im Gefängnis landet, wandelt Georg sich zur lebenden Vogelscheuche... MEHR
KOREA: „Schwarze Blume“ von Kim Young-ha: 1905 werden mehr als Tausend Koreaner zur Sklavenarbeit in Mexiko verdammt. Vier Jahr sollen sie dort unter brutalsten Bedingungen schuften - nicht alle überleben das Arbeiten in brütender Hitze, ohne ausreichend Nahrung, ohne medizinische Versorgung... Der Autor erzählt die Geschichte vor einem realen Hintergrund. MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – September 2012
CHINA: „Drachenspiele“ von Jan-Philipp Sendker: Im zweiten Teil der geplanten Trilogie um den in Hongkong lebenden Amerikaner Paul sagt ein chinesischer Astrologe ihm eine düstere Zukunft voraus - dabei hat seine Liebe zu Christine ihm gerade neuen Mut gemacht. Zwar glaubt eigentlich nur seine Freundin an diese Wahrsagerei, doch Paul ist dabei, einen großen Chemieskandal aufzudecken. Sein Gegner scheint übermächtig... MEHR
INDIEN: „Der lachende Tote“ von Tarquin Hall: Ein berühmter Kritiker von Scharlatanen, Zauberkünstlern und Wahrsagern wird ermordet – von der hinduistischen Rachegöttin persönlich. Die indische Bevölkerung ist entsetzt. Vish Puri, der selbst ernannte erfolgreichste Privatdetektiv des Landes, nimmt die Ermittlungen auf – und das, obwohl Schwager, Tochter und Frau ihn ebenfalls genügend beschäftigen.... MEHR
ISRAEL: „Sokolows Universum“ von Leon de Winter: Doktor Sokolow war ein erfolgreicher russischer Raumfahrtingenieur - bis ein neu entwickeltes Raumschiff 1985 explodiert. Die Regierung gibt seinem Chef, den er aus Jugendtagen kennt, die Schuld. Auch Sokolow wird bestraft. Er wandert nach Israel aus, trinkt immer mehr, aber lässt dennoch die Ereignisse Revue passieren. Wo steckt eigentlich sein alter Freund, der grandiose Taktiker? MEHR
JAPAN: „Ich nannte ihn Krawatte“ von Milena Michiko Flasar: Taguchi sieht den Sinn des Lebens nicht mehr. Seine Freundin hat sich umgebracht, seinen besten Freund hat er ebenfalls verloren. Der junge Mann zieht sich zurück. Er wird ein Kikikomori. Als er beginnt, die Tagesstunden auf einer Parkbank zu verweilen, trifft er einen älteren Mann im Anzug - auch dieser sitzt nur so da. Irgendwann erzählt er ihm seine Geschichte... MEHR
AFGHANISTAN: „Ich bin eine Deutsche aus Afghanistan“ von Nadia Qani: Der Einmarsch der Russen setzte dem harmonischen Familienleben von Nadia Qani ein Ende. Zuerst flüchtete ihr Mann, dann Nadia. In Deutschland wurden die beiden Söhne geboren, die Ehe zerbrach, aber Nadia fand in Deutschland eine neue Perspektive und Heimat... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – August 2012
CHINA: „Reise nach Hongkong – Kulturkompass fürs Handgepäck“, herausgegeben von Françoise Hauser: Hongkong, seit 1997 wieder chinesisch, doch noch immer durch die zuvor über 150 Jahre andauernde britische Herrschaft geprägt: In "Reise nach Hongkong" informieren insbesondere Journalisten über Kultur, Geschichte, Wirtschaft und Politik der Stadt im Süden Chinas. MEHR
JAPAN: „Bitte anstellen!“ von Tomoko Ohmura: Der kleine Frosch steht vor einem Schild "Bitte anstellen!" Er weiß nicht wofür, folgt aber der Aufforderung, wie so viele andere Tiere. Ein freundlicher fliegender Reiseleiter gibt der Tiervielfalt das Startsignal, und der Kurztrip beginnt. Ein empfehlenswertes Bilderbuch für Kinder ab drei Jahren geeignet. MEHR
CHINA: „Torte mit Stäbchen“ von Susanne Hornfeck: Nazideutschland 1938: Die jüdische Familie Finkelstein flieht. Als eine der letzten Möglichkeiten bleibt nur Schanghai. Die zehnjährige Tochter Inge akzeptiert ihr Schicksal und stellt sich allen Herausforderungen, auch als der Krieg die neue Heimat in Form japanischer Besetzer erreicht. Doch mit dem wiedereingekehrten Frieden kommt die größte Herausforderung: Ihre Eltern wollen nach Australien... MEHR
JAPAN: „Die letzte Geisha“ von Sayo Masuda: 1925 als uneheliches Kind geboren steht Sayo Masuda ein Weg, geprägt durch Sklavenarbeit und Gewalt, bevor. Als Zwölfjährige beginnt ihre Ausbildung zur Geisha, mit 16 folgt die Arbeit im Freudenhaus, bis sie von einem Mäzen freigekauft wird. Aber auch das bedeutet kein Happy-End. Ihr Lebenskampf geht weiter. MEHR
AFGHANISTAN: „Niemandsland“ von Caroline Brothers: Der 14-jährige Aryan und sein siebenjähriger Bruder sind auf der Flucht aus Afghanistan. Ihre Eltern wurden im Krieg getötet, die restliche Familie ist verschollen. Das Ziel der Brüger: eine bessere Zukunft im Westen. Doch auf ihrem Weg nach und in Europa verlieren sie ihre Unbeschwertheit und Hoffnung... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Juli 2012
KAMBODSCHA: „Das Schweigen der Unschuld“ von Somaly Mam: Somaly Mam schildert in ihrer Autobiographie den Horror, der ihr Leben prägte. Ihre echten Eltern hat sie nie kennengelernt. Iher Pflegeeltern verkauften sie an einen Verbrecher, den sie Großvater nennen musste. Sklavenarbeit, Vergewaltigung und Zwangsprositution folgten... MEHR
SRI LANKA: „Die Liebesheirat“ von V. V. Ganeshananthan: Yalini fühlt sich als Amerikanerin. Geboren und aufgewachsen in einem Land, das ihnen Zuflucht vor dem Bürgerkrieg in der Heimat gab, ist der Studentin Sri Lanka fern. Erst der todkranke Onkel schafft es, ihr den Inselstaat, seine Menschen und ihre Traditionen näher zu bringen... MEHR
SÜDKOREA: „Im Himmel spricht man Englisch“ von An Na: Jonghus Eltern entscheiden, ihr Glück in den USA zu suchen. Als Vierjährige muss das Mädchen also ihre Heimat und ihre geliebte Oma verlassen. Doch das Glück erwartet ihre Familie nicht wie erhofft. Der Alltag, ein Leben zwischen alten Traditionen und neuer Heimat, ist beschwerlich, und auch mit der Ankunft von Jonghus Brüderchen scheinen die Probleme nicht weniger zu werden - im Gegenteil... MEHR
INDIEN: „Rani & Sukh“ von Bali Rai: Rani und Sukh sind zwei englische Teenager indischer Herkunft. Sowohl ihre als auch seine Familie stammen ursprünglich aus der Provinz Pandschab. Dennoch wären beide Seiten gegen eine Beziehung der beiden jungen Menschen, wenn sie denn davon wüssten. Doch bald kommt die unschuldige Liebe ans Tageslicht und ein dunkles Geheimnis vergangener Tage führt zur Gewalt... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Juni 2012:
VIETNAM: „Kleine Tragödien“ von Le Minh Khue: Einzelne Erzählungen vermitteln emotionale Einblicke in das Leben der Menschen in Vietnam - einem von Krieg und Fremdherrschaft gebeutelten Land. Die Autorin selbst verlor in den Wirren um die Landreform ihre Eltern und diente als junge Frau im Bombenaufräumkommando. MEHR
THAILAND: „Biokrieg“ von Paolo Bacigalupi: Endzeitstimmung: Der Mensch hat seinen Lebensraum fast vollständig zerstört, ganze Staaten sind verschwunden. Nur das von König Rama XII regierte Thailand hat es geschafft, zivilisiertes Leben mit intakter Infrastruktur und überwiegend gefahrlosen Lebensmitteln zu erhalten. Aber kann die Regierung ihre Biopolitik gegen die international agierenden Lebensmittelkonzerne aufrecht erhalten? MEHR
AFGHANISTAN: „Verflucht sei Dostojewski“ von Atiq Rahimi: In Afghanistan ist Krieg - was sonst? Als die Sowjets das Land 1989 verließen, studierte Rassul in der Sowjetunion Jura. Heute ist er zurück und verliebt. Doch am Arbeitsplatz seiner Verlobten gehen ihm zu viele Männer ein und aus - und sowieso ist die Chefin eine geizige Wucherin und Kupplerin. Sie muss weg, beschließt er, und dann kommt ihm Dostojewskis Schuld und Sühne dazwischen... MEHR
THAILAND: „Bangkok Noir“ von Roger Willemsen: Bangkok bei Nacht - die Stadt lebt. Zwielichtige und liebenswerte Menschen streifen umher, gehen ihren Geschäften nach. Roger Willemsen beschreibt sie, das Leben, die Stadt. „Eine Liebeserklärung an Thailands Hauptstadt“, sagt die Buchkritikerin Anita Bolte. MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – April/Mai 2012:
NEPAL: „Verkauft“ von Patricia McCormick: Die 13-jährige Lakshmi muss schweren Herzens ihre Mutter und Heimat Nepal verlassen. Ihr wird erzählt, dass sie den Haushalt einer reichen Frau in Indien führen soll. In Wirklichkeit hat ihr Stiefvater sie an eine Bordellbesitzerin verkauft, und in Delhi wird der Horror für Lakshmi allgegenwärtig... MEHR
ISRAEL: „Wanderungen in Palästina“ von Raja Shehadeh: Ein Volk ist verzweifelt. Frieden zwischen Israel und den Palästinensern ist nicht in Sicht. Die Idylle des vergangenen Palästinas existiert nicht mehr. Stattdessen leiden die Menschen unter den Besatzern. Ein Leben mit der Mauer und Straßen, die die Palästinenser nicht nutzen dürfen, aber den Weg zu den Feldern versperren, sind nun der Alltag... MEHR
SAUDI-ARABIEN: „Die letzte Sure“ von Zoë Ferraris: Die Schwester von Nayirs Freund ist verschwunden. Nach langer Suche kann nur noch der Leichnam geborgen werden. Im gerichtsmedizinischen Institut erfährt er einige Ungereimtheiten. Wollen nur Nayir, sein Freund und dessen Verlobte, die Gerichtsmedizinerin Katya, die Wahrheit erfahren? MEHR
EMIRATE: „Emirate fürs Handgepäck“: Dubai und Abu Dhabi - eine Region im Wandel. Heutzutage sind diese beiden Staaten der Vereinigten Arabischen Emirate aufstrebende Wirtschaftsmagneten. Lucien Leitess' gesammelte Kurzgeschichten gibt Einblicke in das Gestern und Heute dieser arabischen Welt. MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – März 2012:
CHINA: „Das goldene Joch“ von Eileen Chang: Erst nach dem Tod ihres Mannes kann sich die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Qiqiao gegen dessen Familien zur Wehr setzen. Stattdessen zwingt nun sie den Kindern ihren Willen auf. In fünf Erzählungen, die in den 1940er-Jahren spielen, schildert Eileen Chang Familienverhältnisse. MEHR
INDIEN: „Letzter Mann im Turm“ von Aravind Adiga: Der Bauunternehmer Dharmen Shah möchte sich am Ende seines Lebens noch ein Denkmal setzen: einen riesigen Luxus-Appartementkomplex in Mumbai. Doch zuvor müssen die Bewohner der beiden Wohntürme der „Vishram Society“ gehen - fast alle lassen sich mit Geld überzeugen. Wenn da nur nicht der Lehrer wäre... MEHR
ISRAEL: „Gotteskrieger“ von Daniel Silva: Ein israelischer Professor wird in Amsterdam erschossen. Der Mossad nimmt die Ermittlungen auf, und schon bald führt die Spur zu einem mörderischen Netzwerk nach London. Doch nicht nur den Mord gilt es zu lösen, sondern auch das Leben der Tochter des amerikanischen Botschafters gilt es zu retten. Kommt Topagent Allon rechtzeitig? MEHR
JAPAN: „Schnee im April“ von Aly Cha: 1969 reist die sechsjährige Yuki mit ihrer Mutter von Tokyo nach Osaka. Sie bleibt bei der Großmutter, doch ihre Mutter verspricht in der Kirschblütenzeit zurückzukehren. Die schönste Zeit des Jahres kommt und geht, kommt und geht und Yuki wartet noch immer. Rückblick: 19. Jahrhundert auf einer Fischerinsel: Nach dem Tod des Vater wird Michiko "verkauft". Härte und Leid prägen fortan ihr Leben... MEHR
BHUTAN: „Mein Leben in Bhutan“ von Jamie Zappa: Die 24-jährige Kanadierin Jamie sucht das Abenteuer in Bhutan und findet ein neues Leben. Als Lehrerin ist sie gleichzeitig Schülerin - so vieles können ihr die Kinder vermitteln. Sie heiratet, wird schwanger, aber dennoch verspricht das Land des Donnerdrachens nicht nur Glück bis ans Lebensende... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Winter 2011/2012:
SRI LANKA : „Staub im Paradies“ von Ernst Solèr: Was als erholsamer Urlaub mit Tochter Anna in Sri Lanka geplant war, entwickelt sich für den Schweizer Kommissar Staub schon bald in eine gefährliche Morduntersuchung. Ein Kollege Annas wird vor Staubs Augen getötet. Die lokalen Behörden zeigen kein ernsthaftes Interesse an einer Aufklärung, aber der Europäer gibt nicht auf und ermittelt weiter... MEHR
LAOS: „Geister der gelben Blätter“ von M. G. Schoeneberg: Der Berliner Ethnologe Joshua begibt sich auf Forschungsreise nach Laos. Gemeinsam mit einem Kollegen aus seiner Heimatstadt begegnen sie einem traumatisierten Stamm, den Mlabri. Doch nicht nur das Schicksal der Menschen macht Joshua zu schaffen, auch das rassistische Verhalten seines Partners erschwert die Arbeit... MEHR
CHINA: „Leopard“ von Jo Nesbø: Der norwegische Kommissar Harry Hole hat sich in einem Obdachlosenheim in Hongkong verkrochen. Als eine Kollegin aus Oslo ihn bei der Aufklärung einer brutalen Mordserie in Norwegen um Hilfe bittet, lehnt er zunächst ab. Doch die junge Frau ist überzeugend, und so kehrt der Sonderling mit dem außergewöhnlichen Scharfsinn zurück. Bald ist klar, dass er eine Bestie jagt... MEHR
BANGLADESCH: „Mein fremder Bruder“ von Tahmima Anam: Dieser Roman ist die Fortsetzung zu „Zeit der Verheißungen“. Dieses Mal wird die Familiengeschichte aus Sicht der Tochter erzählt. Als ihr Bruder immer mehr der fundamentalistischen Ausprägung des Islams folgt, verlässt sie ihr Dorf. Erst ein Todesfall lässt sie zurückkehren und sehen, dass ihr sechsjähriger Neffe unter dem inzwischen zum Islamprediger gewordenen Vater leidet... MEHR
THAILAND: „Der Untreue-Index“ von Christopher G. Moore: Der in Bangkok lebende Privatdetektiv Calvino begeht einen Fehler: Einmal besteht er nicht auf Vorkasse bei einem neuen Klienten. Als dieser vorzeitig stirbt, entgeht ihm das Honorar und die Pleite droht. Notgedrungen muss sich Calvino um die Beschattung von Ehemännern kümmern. Doch bald geht es nicht mehr nur um Observationen: Nicht alle Gatten überleben... MEHR
AFGHANISTAN: „Flucht im Mondlicht“ von N. H. Senzai: Juni 2011 in Afghanistan: Eine afghanische Familie beginnt ihre Flucht ins Ausland. Doch dann kommen die verhassten Taliban und der elfjährige Fadi kann seine kleine Schwester nicht mit auf den rettenden Lkw ziehen. Sie bleibt zurück, und Fadi hat auch im Exil nur einen Gedanken: Er muss seine Schwester finden und retten... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Buchrezensionen Oktober/November 2011:
ISRAEL: „Zweite Person Singular“ von Sayed Kashua: Amir gehört der arabischen Minderheit in Israel an. Hohn und Spott gehören zu seinem Leben, doch ein Nebenjob als Pfleger bringt den Wandel. Immer mehr nimmt er die Identität eines Patienten an, und Chancen eröffnen sich. Der zweite Protagonist, ein erfolgreicher Rechtsanwalt, ebenfalls arabischer Herkunft, droht die Kontrolle zu verlieren, als er glaubt, dass seine Frau ihn betrügt.... MEHR
MONGOLEI: „Mongolia Seele sandgestrahlt“ von Claudia Gudelius: Nach einem schweren Autounfall ist die Karriere des Fotomodells Dana beendet. Auch Ihr Verlobter wendet sich ab. Verzweiflung und Magie führen Dana in die Mongolei. Stets hofft sie, jemand möge sie stoppen, doch stattdessen erlebt sie das Abenteuer ihres Lebens... MEHR
KAMBODSCHA: „Stunde null in Phnom Penh“ von Christopher G. Moore: Der in Bangkok lebende Privatdetektiv Vincent soll in Kambodscha einen Michael Pratt aufspüren. In der kambodschianischen Hauptstadt angekommen muss er erfahren, dass hier noch das Gesetz des Dschungels herrscht, und auch der Auftrag ist alles andere als ungefährlich für den Wahl-Bangkoker... MEHR
ISRAEL: „Die Libelle“ von John LeCarré: Charlie, eine englische Schauspielerin, spielt bald die Hauptrolle in einem realen Spionagestück. Der israelische Geheimdienst manipuliert sie, um sie als Spionin, getarnt als Geliebte eines Palästinensers, zu missbrauchen. Die junge Frau ist bald gefangen im Stück und beginnt reale Gefühle zu empfinden. Den Durchblick hat sie schon längst verloren.... MEHR
THAILAND: „Berlin Fidschitown“ von D. B. Blettenberg: Ein brenzliger Fall führt den deutsch-thailändischen Privatdetektiv Surasek Meier von Bangkok nach Berlin. In einem Gewirr verschiedenster Verbrechen sieht er sich mit mal an der Seite eines Amerikaners im Berliner Tunnelsystem, das noch aus Zeiten des Zweiten Weltkrieges stammt, wieder... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Buchrezensionen September 2011:
THAILAND: „Kakerlaken“ von Jo Nesbø: Der norwegische Botschafter wird in Bangkok ermordet und ausgerechnet Harry Hole, ein abgehalfteter Sonderermittler aus Oslo, soll den Fall aufklären. Überraschend kann dieser den Fall mit seiner thailändischen Kollegin Liz klären. Oder doch nicht überraschend? Hole wird misstrauisch. Zu lupenrein erscheint ihm die Lösung. Den Polizisten packt der Ehrgeiz und schon bald wird es gefährlich... MEHR
ISRAEL: „Die Verheißung“ von Sahar Khalifa: Ibrahim lebt als einfacher Dorflehrer in Israel und träumt von einer Karriere als Schriftsteller. Der junge muslimische Mann verliebt sich in die Christin Mariam. Diese verbrachte viel Zeit in Brasilien und vermisst das ihr zur Heimat gewordene südamerikanische Land. Bald ist auch Ibrahim die eigene Heimat fremd. Der Nahostkonflikt eskaliert 1967 zum Krieg und bedroht auch sein privates Glück. MEHR
CHINA: „Wie ein Schmetterling aus Papier“ von Diane Wei Liang: Die junge Mei betreibt ein als Auskunftei getarntes Detektivebüro. Als sie die Popsängerin Kaili finden soll, führt ihre Spur sie auf eine alte Liebe der Frau zum ehemaligen Studentenprotestler Lin. Seine Liebesbriefe geben ein hartes Schicksal samt Inhaftierung preis. Bekommt seine Geschichte ein Happy-End? MEHR
INDIEN: „Warten auf den Monsun“ von von Threes Anna: Die junge Charlotte wächst zu Zeiten des britischen Imperialismus in Indien auf. Ihre Familie bietet ihr Wohlstand und Geld, aber keine Liebe. Bald geht es zur Erziehung ins Internat in das ferne England. Auch als Erwachsene erlebt Charlotte immer wieder Härte und wenig Zuwendung. Das tragische Leben ihrer Familie setzt sich fort... MEHR
ISRAEL: „Die Zeit wird es zeigen“ von Mira Magén: Anna wollte doch nur einmal Fahrrad fahren – ein verbotener Traum für die gehandicapte 13-Jährige. Als eines Tages die Gelegenheit dafür zu verlockend ist, riskiert sie eine Fahrt und nimmt ihren fünfjährigen Bruder Tom zudem auf dem Gepäckträger mit. Doch dann stürzen sie.... MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Buchrezensionen August 2011:
AFGHANISTAN: „Samira und Samir“ von Site Shakib: Am Hindukusch ist die Frau dem Mann ergeben. So beschließt ein General nach der Geburt seiner Tochter, ihrem Schicksal zu helfen: Er erzieht sie zum Mann. Samir lernt zu kämpfen in den Wirren des Krieges, doch er verliert seine Worte. Erst nach dem Tod des Vaters, findet er seine Worte wieder, doch auch jetzt darf er nicht Samira werden. Er muss die Mutter beschützen. MEHR
ISRAEL: „Ein schönes Attentat“ von Assaf Gavron: Als Bürger Tel Avivs ist Eitan abgehärtet. Doch plötzlich entkommt er selbst nur knapp dem Tod durch Anschläge, und dies mehrfach. Die Medien werden auf den Überlebenden aufmerksam. Diesen quälen jedoch Gewissensbisse: Hätte er aufmerksamer sein müssen und jemanden retten können? MEHR
CHINA: „Hello Kitty muss sterben“ von Angela S. Choi: Fiona Yu ist eine erfolgeiche Anwältin in den USA. Für sie ist das Leben in Ordnung, nicht aber für die Eltern der 28-Jährigen. Sie sähen ihre Tochter lieber unter der Haube. Wie gut, dass zur rechten Zeit der alte Schulfreund Sean wieder in Fionas Leben tritt – bei Sean ist sie vor sexuellen Avancen sicher... MEHR
KAMBODSCHA: „In der Mitte des Flusses“ von Kim Echlin: Die junge Kanadierin Anne und der Kambodschaner Serey verlieben sich. Annes Welt scheint perfekt. Nicht so Sereys, dessen Familie noch in Pol Pots Schreckenherrschaft verweilen muss. Als die Vietnamesen einmarschieren, und die Grenzen wieder geöffnet werden, kehrt Serey zurück, um seine Familie zu suchen. Doch was wird aus der jungen Liebe? MEHR
CHINA: „Balzac und die kleine chinesische Schneiderin“ von Dai Sijie: Zur „Umerziehung“ werden zwei junge Männer in eine Bergregion verbannt. Sie finden sich mit dem Schicksal, das sie mit einer halben Million Chinesen teilen, ab. So haben sie immerhin noch ihre Freundschaft... und die verbotene Literatur. Die Geschichten erzählen sie den Dorfbewohnern. Doch bald sind Balzac und Co. ausgelesen, woher kriegen sie den Nachschub an Büchern? MEHR
ASIATISCHE LITERATUR –
Buchrezensionen Frühjahr/Sommer 2011:
INDIEN: „Ein Querkopf kommt selten allein“ von Rupa Gulab: Die 13-jährige Prinya lebt mir ihrer Mutter zusammen in Neu Delhi. Männer gibt es in ihrem Leben so gut wie keine und das ist auch gut so. Doch mit einem Mal lässt ihr Vater, von dem sich ihre Mutter scheiden ließ, nicht locker, und ihre Mutter erlaubt ihm auch noch, als Nachbar wieder einzuziehen. Was nun? MEHR
SÜDKOREA: „Feine Kost“ von Jo Kyung Ran: Die 32-jährige Protagonistin ist Köchin aus Leidenschaft. Ihr Leben verläuft glücklich, bis ihre große Liebe sie plötzlich verletzt. Die junge Frau versucht Halt zu finden und fasst einen Plan: Noch ein letztes Mal will sie für ihn kochen... MEHR
IRAN: „Der Colonel“ von Mahmut Doulatabadi: Seit 1979 wütet die Revolution im Iran. Niemand kann ihr entfliehen, und stets ist es Nacht, wenn wieder eines der Kinder des Colonels stirbt. Er hatte stets eigenes Denken ermutigt. Waren seine Erziehungsmethoden falsch? Der Colonel hat nun nichts mehr zu verlieren... MEHR
CHINA: „Der Traum meines Großvaters“ von Yan Lianke: Das Geschäft mit dem Blut floriert in den Dörfern Chinas. Die Menschen verkaufen ihre Lebensader und zahlen mit dem Tod, während andere reich werden. Eine Krankheit, das Fieber, genannt, grassiert und fordert immer mehr Opfer. Der Roman basiert auf einer wahren Gegebenheit. Etwa eine Million der bäuerlichen Bevölkerung fielen dem Aidsskandal zum Opfer. MEHR
ASIATISCHE LITERATUR – Buchrezensionen März 2011: