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Asiatische Literatur – GESCHICHTEN AUS INDONESIEN
Buchrezensionen von Anita Bolte
Saman von Ayu Utami
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Ayu Utami, 1968 in Bogor geboren und in Jakarta aufgewachsen, hat in ihrer Heimat Indonesien einen hohen Bekanntheitsgrad. Zur katholischen Minderheit gehörend, vertrat sie als Journalistin bei politischen und gesellschaftlichen Themen mutig den 1998 einsetzenden Demokratisierungsprozess. Mit der zeitgleichen Veröffentlichung von „Saman“, ihrem ersten Roman, löste sie in ihrem Land eine literarische Sensation aus. Neben der darin enthaltenen Abrechnung mit der „Suharto-Ära“ werden das Militärregime, muslimische Schlägertrupps, Landenteignung und Korruption angeprangert. Gleichzeitig zeichnet sie ein Bild von modernen jungen Frauen ohne Tabus.
Für die junge Republik Indonesien alles fraglos wichtige Themen. Der westliche Leser hingegen könnte vom Schreibstil her irritiert sein. Unter „Roman“ eine in sich geschlossene Erzählung erwartend, entweder als Prosa oder gar als Poesie, mag er die hier vorliegende Abhandlung als Stückwerk empfinden. Die wechselnden Personen bei bleibender Ich-Erzählung vertiefen noch den Eindruck einer Bestandsaufnahme.
„Saman“ von Ayu Utami ist im Horlemann Verlag erschienen (ISBN 978-3-89502-243-2; UVP: EUR (D) 16,90; EUR (A) 17,40; CHF 25,90).
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