Am Stadteingang begrüßt ein überdimensional großes Affenpärchen die Gäste. Bunt gemalt ist die Kleidung auf dem Holzschild. In der Stadt weisen Thai-Box-Affen, Affenkinder und erwachsene Affen auf die Attraktion der Stadt Lopburi hin. Die bunten Schilder stehen überall, die echten Tiere dürfen sich aber nicht in der ganzen Stadt ausbreiten – zu groß wäre das Chaos. Dafür haben die fest in ihrer Hand. Affentempel ist so auch der passende Spitzname des Khmer-Tempels aus dem 13. Jahrhundert. König Jayarvarnan VII, der auch Angkor Wat in Kambodscha erbauen ließ, gab den Auftrag.
In den Tempel selbst dürfen die Rhesusaffen nicht, dafür schauen die Primaten von außen durchs Gitter hinein, sonnen sich vor und auf dem Tempel, lassen sich von dem Kumpel die Flöhe entfernen oder sich von den Eltern schaukeln.
Jegliche Scheu haben die Affen verloren, schließlich sind sie es gewohnt, von den Touristen gefüttert zu werden. Ein paar Sonnenblumenkerne reichen ihnen oft nicht. Schwupps wird die ganze Tüte genommen, und dass sich auch auf Touristen prima klettern lässt, wissen auch schon die Kleinsten.
Am letzten Sonntag im November bekommen die Primaten ein richtiges Festmahl vorgesetzt. Statt der üblichen Kerne gibt es am letzten November-Wochenende zum jährlichen Affen-Festival, „Lopburi Monkey Festival“, Obst serviert – ein Schauspiel, das auch viele Touristen anlockt.