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Phichit: Mangos und Marian-Pflaumen statt Krokodile
Landwirtschaft dominiert in der nordthailändischen Provinz Phichit
Von Birte Bolte

Der Generalsekretär Phichits (Mi.) sowie Vertreter der Kommunalpolitik und der Mangovereinigung (li.) bewerben ihre Provinz. |
„Wunderschöne Stadt“ bedeutet Phichit, Name einer Provinz im südlichen Norden Thailands. Begrüßt werden Besucher an der Hauptstraße von zwei überdimensional großen Krokodilen. Früher gab es in der Provinz viele Krokodile, doch diese mussten der Landwirtschaft weichen.
Heute soll Phichit mit Hilfe der Mango und der Marian-Pflaume bekannt werden. Dies versucht die thailändische Tourismusbehörde (TAT) gemeinsam mit der Provinz- und der kommunalen Verwaltung Phichits zu erzielen. „Wir haben hier die beste Mango Thailands“, sagt Prasit Buapan, Leiter des Unterbezirks Tabsei (Orbortor-Leiter). Auf die Bemerkung, dass auch die Provinz Chachoengsao dieses Prädikat für ihre Mangos verwendet, entgegnet der 52-Jährige: „Es ist richtig, dass dort schon länger Mangos angebaut werden. Aber hier haben wir den besseren Boden und dadurch schmecken unsere Mangos süßer.“
In Phichit wird die Frucht seit 1986 angebaut. 80.000 Tonnen werden jährlich geerntet, zehn Prozent davon exportiert.
Abnehmer sind hauptsächlich China und Japan. Mit 10.000 Rai (knapp 1.700 Hektar) hat die Provinz die größte Mango-Anbaufläche Thailands, sagt Sayan Buonying, Vorsitzender der Thai Mango Growers Association.

Marian-Pflaumen-Plantage in Phichit in Nordthailand. |
Weitaus geringer ist die Anbaufläche für die Marian-Pflaume (auf Thai: Maprang): Landwirte bearbeiten für diese exotische Frucht 300 Hektar. Dafür ist die Gewinnspanne größer. Während Mango-Bauern 25 Baht (50 Cent) pro Kilo bekommen, erhalten sie für ein Kilogramm Marian-Pflaumen mehr als das Doppelte.
„Die Menschen in Phichit leben von der Landwirtschaft“, sagt Apicharti Theopanich. Der 55-Jährige ist Generalsekretär der Provinzverwaltung. Neben Mangos und den Marian-Pflaumen wird hauptsächlich Reis angebaut. „Wir haben hier Sandboden. Es ist trocken, aber wir leiden auch nicht unter Hochwasser“, erklärt der Unterbezirksleiter Prasit.
800.000 Menschen leben in der nordthailändischen Provinz. Die meisten Mango-Landwirte besitzen eine Anbaufläche von drei bis sechs Hektar. Sie verdienen in einem Jahr ohne Ernteausfälle zwischen 25.000 und 60.000 Baht (500 und 1.000 Euro) im Monat. Tagelöhner bekommen bis zu vier Euro pro Tag, so der Vorsitzende der Mangovereinigung Sayan. Bisher hat das Freihandelsabkommen zwischen den ASEAN-Staaten, das Anfang diesen Jahres in Kraft getreten ist, eher negative Auswirkungen. „Bauern bekommen jetzt weniger für Ihre Produkte, aber wenn sie das System erst einmal kennen, wird die Situation langfristig besser werden“, gibt sich der Orbortor-Leiter Prasit optimistisch.
Nähere Informationen finden Leser auf der Webseite der Provinzverwaltung von Phichit. |
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