Ausgabe 01/2010

Kulturmagazin Siam heute Ausgabe 01/2010
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Lächelnder Buddha im alten Vaterreich Sukhothai
Per Songtaew durch den historischen Park in Sukhothai

Von Birte Bolte

Der historische Park in Sukhothai umfasst  insgesamt 2000 Hektar
Elefantenköpfe zieren eine Pagode.

Es war das erste siamesische Reich: Sukhothai. Das berühmteste aller thailändischen Feste – Songkran – sowie die thailändische Schrift haben dort ihren Ursprung. Sri Intradit besiegte die Khmer und Mon im Jahr 1238. Der Einfluss der Khmer spiegelt sich noch heute in den alten Tempelanlagen und Buddha-Figuren wider.

Reich und mächtig wurde das Vaterreich, benannt nach der Bezeichnung „Vater“ für den König, unter König Ramkhamhaeng, der als dritter Herrscher der Dynastie regierte. Historiker mutmaßen, dass die Menschen in Sukhothai glücklicher waren als im darauf folgenden Königreich Ayutthaya. Gerade zu Beginn des Ayutthaya-Reiches, das sich durch strenge Gesetze und ein ausgefeiltes Verwaltungssystem von Sukhothai unterschied, weisen historische Dokumente darauf hin, dass es weiterhin Anhänger des Sukhothai-Reiches gab. Als offensichtlicher Beweis für die Zufriedenheit der Menschen im Sukhothai-Reich gelten die lächelnden Buddhas. Während die Figuren aus der Ayutthaya-Periode ernst aussehen, zeigen die Buddha-Statuen aus dem Sukhothai-Reich einen zufriedenen Gesichtsausdruck.

Überzeugen können sich Touristen davon in der historischen Parkanlage in Sukhothai. Der Eintritt beträgt 100 Baht (2 Euro). Für 50 Baht pro Person können sich Touristen per Songtaew durch den historischen Park in Sukhothai fahren lassen. Songtaew bedeutet zwei Reihen. Diese dienen als Sitzplätze, und so bietet das Taxi mehr Platz als ein Tuktuk.

Poo (55) ist einer der Fahrer. Werktags arbeitet er seit mehr als 20 Jahren als Gärtner im historischen Park. Seit fünf Jahren nutzt er die Wochenenden als Songtaew-Taxifahrer.
„Das Zentrum dieser Anlage umfasst 400 Hektar, die Gesamtfläche beträgt 2.000 Hektar“, sagt er. Berühmt ist Sukhothai insbesondere für das Lichterfest, genannt Loykrathong, im November. „Auf dem großen See vor dem Tempel werden die Krathongs ins Wasser gelassen“, erklärt der gebürtige Sukhothaier. Dennoch ist auch in Sukhothai die Wirtschaftskrise spürbar. „Dieses Jahr haben wir bisher weniger Touristen als voriges Jahr.“ Und dies bezieht er nicht nur auf ausländische Urlauber, sondern ebenso auf thailändische Touristen. Doch auch dies wird das Lächeln in Sukhothai nicht mindern.


REISETIPP:
Zur Übernachtung empfiehlt sich Sukhothais Zentrum, das etwa zwölf Kilometer vom historischen Park entfernt liegt. Die so genannten Guest Houses kosten durchschnittlich um die 700 Baht (14 Euro) pro Bungalow. Reservierungen sind insbesondere zur Hauptsaison (November bis März) ratsam.

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